Eine Einrichtung der Deutschen Psychologen Akademie (DPA)

Über die Berliner Akademie für Psychotherapie

Kontakt

Berliner Akademie
für Psychotherapie

Am Köllnischen Park 2
10179 Berlin
Tel: (030) 20 91 66 0
Fax: (030) 20 91 66 17
E-Mail: BAP@bdp-verband.de

Geschichte

Vorgeschichte in den 70er und 80er Jahren

Bereits Ende der 70er Jahre hat der Bundesgesetzgeber die Notwendigkeit erkannt, ein Psychotherapeutengesetz zu verabschieden, in dem das Berufsfeld „Psychotherapie“ und die Ausbildung sogenannter „nichtärztlicher Psychotherapeuten“ geregelt werden sollen.

Aufgrund des aus vielerlei Ursachen folgenden jahrzehntelangen Stillstandes in der Gesetzgebung, entsteht für die PsychologInnenschaft die Notwendigkeit, unabhängig von psychotherapeutischen Schulen und unabhängig auch von ärztlicher Bevormundung eigene Qualitätsnormen für die psychotherapeutische Weiterbildung zu formulieren, um in dem wildwuchernden Gebiet psychotherapeutischer Methoden und Ausbildungen verlässliche Kriterien für die Kompetenz der auf diesem Gebiet tätigen KollegInnen zu schaffen. Dieser Aufgabe nimmt sich die Föderation Deutscher Psychologenvereinigungen an.

Die Föderation ist der Zusammenschluss des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen, der größten berufsständischen Organisation der PsychologInnen, und der Deutschen Gesellschaft für Psychologie, des größten wissenschaftlichen Fachverbandes. Aufgrund ihrer zentralen Stellung sehen sich beide Verbände hier im Rahmen der Föderation in der Pflicht, Orientierungen herzustellen und ein Akkreditierungssystem zu installieren, um einerseits seriöse, wissenschaftlich fundierte Psychotherapie von Methoden mit zweifelhafter Begründung oder gar Scharlatanerie zu unterscheiden und andererseits den Druck auf die Politik aufrecht zu erhalten, eine gesetzliche Absicherung für die sogenannten nichtärztlichen PsychotherapeutInnen zu schaffen.

Neben anderen Leitlinien zur Qualitätssicherung ist die Grundlage vor allem die Verankerung der akkreditierten Ausbildungen in der wissenschaftlichen Psychologie.

In diesem Kontext entsteht die Berliner Akademie für Psychotherapie, damals noch unter der Bezeichnung: „Weiterbildung Klinische Psychologie/Psychotherapie“, als Modellprojekt des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen. Sie wird in den Jahren 1987-91 vom Berliner Senat mit insgesamt 678.000 DM unterstützt. In einem ersten Ausbildungsgang werden 16 KollegInnen ausgebildet.


Nach der Auswertung des Projektes werden 1993-95 drei Ausbildungsgänge für PsychologInnen in den Verfahren Gesprächspsychotherapie, Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und Verhaltenstherapie durchgeführt.

Die Humboldt-Universität zu Berlin beteiligt sich als Kooperationspartner des BDP an der Ausbildung.

Seit 1998 gibt es jährliche Ausbildungsgruppen für TP und VT.

Gleichzeitig kann neben der Humboldt-Universität die Technische Universität Berlin für die Kooperation gewonnen werden. Prof. Eva Jaeggi übernimmt die Leitung des Schwerpunktes TP, Prof. Herta Flor zeichnet für die VT verantwortlich.

Leider wird aufgrund der Blockadehaltung der zuständigen Gremien die Gesprächspsychotherapie nicht als Richtlinientherapie anerkannt. Damit kann sie auch noch nicht im Rahmen der Versorgung von gesetzlich Krankenversicherten eingesetzt werden.

Endlich, im Jahr 1999 tritt das „Gesetz über die Berufe des Psychologischen Psychotherapeuten und des Kinder- und Jugendlichentherapeuten“ in Kraft. Es regelt Ausbildung und Niederlassung von Psychologischen Psychotherapeuten und stellt sie den ärztlichen Psychotherapeuten gleich.

Als erstes Berliner Institut erhält die BAP die staatliche Anerkennung als Ausbildungsstätte.

Die BAP erhält die Ermächtigung zur psychotherapeutischen Behandlung von gesetzlich Krankenversicherten.

Die BAP nimmt Buchstaben und Geist des Psychotherapeuten-Gesetzes ernst. Die KollegInnen in Ausbildung sollen in einer klinischen Einrichtung des Ausbildungsinstituts unter der qualifizierter Anleitung arbeiten. Dazu wird eine psychotherapeutische Ambulanz aufgebaut. Aufgrund des zusätzlichen Raumbedarfs zieht die BAP in neue Räume um. Dort stehen nun 4 Seminarräume und 20 Behandlungsräume zur Verfügung.

Der neue Standort befindet sich in der Glinkastraße 5-7 zwischen Friedrichstaße, Leipziger Straße in einem ehemaligen Botschaftsgebäude im Berliner Regierungsviertel, rund fünf Minuten Fußweg vom Potsdamer Platz entfernt – und gegenüber des Gesundheitsministeriums.


Der BDP modernisiert seine Struktur. Die bisher getrennt arbeitenden drei Bildungseinrichtung Deutsche Psychologen Akademie, Deutsche Psychologen Akademie Fortbildungs GmbH und Berliner Akademie für Psychotherapie werden gemeinsam in die Deutsche Psychologen Akademie GmbH überführt.

Im Zuge der „Profilbildung“ der Berliner Universitäten baut die Technische Universität den Bereich der Klinischen Psychologie ab. Letztlich wird auch der Diplom-Studiengang in Psychologie aufgegeben. Die Universitätsleitung der TU sieht daher keine Möglichkeit mehr, die Kooperation mit der BAP fort zu führen.

Unsere AusbilderInnen, die bei der TU tätig sind, sind uns aber erhalten geblieben.

Die BAP startet den ersten Ausbildungsgang für Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen in Tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie. Der Ausbildungsgang ist, anders als die PP-Ausbildungsgänge auf fünf Jahre angelegt.

Kooperationspartner ist die Evangelische Fachhochschule Berlin.

Die BAP zieht von der Glinkastraße in das Haus der Psychologie am Köllnischen Park 2.

Hier stehen 34 Therapieräume und 7 Seminarräume zur Verfügung.

Die DPA gründet im Auftrag des BDP die Psychologische Hochschule Berlin. Die PHB ist eine Weiterbildungshochschule auf universitärem Niveau und erhält im Mai 2010 die staaliche Anerkennung.

Als erste entstehen Masterstudiengänge in Psychotherapie in den Verfahren Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und Verh- altenstherapie. Die Studiengänge sind mit einer Approbationsausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten verbunden.

Am 11.11.2011 wird feierlich die erste Aussenstelle der Psychotherapeutischen Institutsambulanz der BAP eröffnet. In den neuen Therapieräumen an der Juliusstrasse 41 in Neukölln werden vor allem Kinder und Jugendliche behandelt.

In den Jahren 2012-2015 wurden drei weitere Außenstellen in Reinickendorf, Charlottenburg und Lichtenberg gegründet. Die BAP verfügt jetzt über rund 40 Therapieräume.