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Prof. Dr. Svenja Taubner: MBT bei Borderline-Persönlichkeitsstörungen

Am 04./05.05.2018 ist Frau Prof. Dr. Svenja Taubner unser Gast und spricht im Rahmen des Fortbildungsprogramms der BAP zum Thema "MBT bei Borderline-Persönlichkeitsstörungen".
Die Mentalisierungsbasierte Therapie (MBT) wurde von Bateman und Fonagy zur Behandlung von Borderline-Persönlichkeitsstörungen entwickelt und gilt für dieses Störungsbild als evidenzbasiert.

Mentalisierung bezeichnet eine imaginative Fähigkeit, sich selbst und andere auf der Grundlage mentaler Befindlichkeiten verstehen zu können. Bei Patienten mit Borderline-Persönlichkeitsstörung lassen sich spezifische Mentalisierungsdefizite feststellen, die mit einer Überaktivierung des Affektiven Pols sowie einem Fokus auf den Anderen und Beobachtbares sowie impliziter Mentalisierung einhergehen. In nahen Beziehungen wird durch interpersonellen Mentalisierung geschwächt, was in der Folge zu einem Versagen von Affektregulation und Impulsivität führt. Der MBT liegt die Hoffnung zugrunde, dass eine Förderung von Mentalisierung besonders in interpersonal bedeutsamen Kontexten diese Vulnerabilität stabilisiert. MBT kann im stationären und ambulanten Setting durchgeführt werden und besteht aus einer Kombination aus Einzel- und Gruppentherapie. Als psychotherapeutische Methode integriert MBT Interventionen aus psychodynamischen, verhaltentherapeutischen, interpersonalen, systemischen und klientenzentrierten Ansätzen.

Vortrag am 04.05.2018 (19-21.15 Uhr)

Im Vortrag werden die theoretischen Grundlagen der Mentalisierungstheorie praxisnah vorgestellt. Hierbei wird ein Schwerpunkt auf die Entwicklung von Mentalisierung gelegt und ein zweiter Schwerpunkt auf die klinische Theorien der Mentalisierungsdefizite und Externalisierung fremder Selbstanteile (Konzept des „Alien Self“).

Workshop am 05.05.2018 (9.30-17.30 Uhr)

Im Workshop werden die zentralen Interventionen der MBT vorgestellt und diskutiert. Die „Stopp and Rewind“ Technik und das empathische Validieren werden sowohl anhand von Videoausschnitten mit Patienten einer Borderline-Persönlichkeitsstörung demonstriert und anschließend im Rollenspiel in Kleingruppen praktisch erprobt.

Kurzvita der Referentin:
Studium der Psychologie und Promotion an der Universität Bremen, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Universitäten Kassel, Ulm und Juniorprofessorin an der International Psychoanalytic University Berlin, Universitätsprofessorin für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Universität Klagenfurt; seit 2016 Direktorin des Instituts für Psychosoziale Prävention am Universitätsklinikum Heidelberg. Approbation als psychologische Psychotherapeutin (2011) und Psychoanalytikerin (DPG).

Ausgewählte Publikationen:
•    Taubner, Svenja (2015). Konzept Mentalisieren. Eine Einführung in Forschung und Praxis. Psychosozial-Verlag: Gießen
•    Kirsch, H.; Brockmann, J. & Taubner S. (2016) Praxis des Mentalisierens. Mit einem Vorwort von A.W. Bateman. Klett-Cotta, Stuttgart.
•    Taubner, Svenja & Volkert, J. (2017). Mentalisierungsbasierte Therapie für Adoleszente (MBT-A). Reihe Psychodynamik Kompakt. Vandenhoek & Ruprecht: Göttingen.

Eine vorherige Anmeldung für die Veranstaltungen ist unbedingt erforderlich!

Gebühr für den Vortrag: 10 Euro; PiA’s: 5 Euro; PiA’s der BAP und StudentInnen: kostenlos
Gebühr für den Workshop: 150 Euro

Informationen und Anmeldung:
Esther Fußbach, Tel. 030/209166-151, E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!