Eine Einrichtung der Deutschen Psychologen Akademie (DPA)

Das Haus der Psychologie

Kontakt

Berliner Akademie
für Psychotherapie

Am Köllnischen Park 2
10179 Berlin
Tel: (030) 20 91 66 0
Fax: (030) 20 91 66 17
E-Mail: BAP@bdp-verband.de

Dr. Harlich H. Stavemann: Pathogene Selbstwertkonzepte

Herr Dr. Harlich H. Stavemann hat die Einladung der Berliner Akademie für Psychotherapie angenommen und wird am 25. und 26.05.2018 im Haus der Psychologie zum Thema "Pathogene Selbstwertkonzepte" referieren.

Vortrag am 25.5.2018 (19.00-21.15 Uhr) "Die Rekonstruktion unbewusster Konzepte in der KVT "

Auch Kognitive Verhaltenstherapeuten beschäftigen sich mit dem Unbewussten, denn häufig sind den Betroffenen die Ursachen für ihre emotionalen Turbulenzen nicht (mehr) oder nur partiell bewusst.
Mit der herkömmlichen ABC-Technik sind diese wichtigen verdeckten, problembestimmenden Sche-mata, Glaubenskonzepte oder Bewertungssysteme nicht zu erheben. Da der Hauptansatzpunkt der IKVT jedoch in der Modifikation dysfunktionaler Einstellungen und Lebensphilosophien besteht, entge-hen sie dann auch der therapeutischen Bearbeitung. Im Vortrag werden Wege aufgezeigt, wie derart unbewusste Konzepte, Glaubensgrundsätze und kognitive Schemata zu rekonstruieren sind.

Workshop am 26.5.2018 (9.30-17.30 Uhr) "Pathogene Selbstwertkonzepte - Diagnose, Symptome, Behandlungspläne"

„Hast du was, bist du was!“, „Kannst du was, bist du wer!“ Oder: „Viel Freund’, viel Ehr’!“ Wohl jeder kennt ähnliche Redewendungen und hat einige davon als Erziehungsregeln gelernt. Meistens dienen sie dann als Maßstab für die eigene Wertbestimmung. Wer solche Konzepte bewusst oder unbe-wusst verinnerlicht hat, gerät in starke emotionale Probleme, wenn er dagegen verstößt, z. B. wenn er arbeitslos wird, Fehler begeht oder abgelehnt wird. Über 80% der Klienten in ambulanter Psycho-therapie leiden auch unter einem solchen Selbstwertproblem und den damit verbundenen sozialpho-bischen, depressiven oder zwanghaften Symptomen.
Derart dysfunktionale Selbstwertkonzepte, wirken auch dann schon nachteilig emotions- und verhal-tenssteuernd, wenn die Schwelle zu einer psychischen Störung noch nicht erreicht ist.

Wir betrachten die Entstehungsbedingungen, die Möglichkeiten einer differenzierten Diagnose und die Veränderungsmöglichkeiten derart krank machender, belastender und selbstschädigender Selbstwertkonzepte. Wie diese in den meisten Fällen bereits unbewusst ablaufen Konzepte wieder rekonstruiert werden können, wird im vorangegangenen Vortrag vermittelt.
Es wird aufgezeigt, wie diese Wertkonzepte mit Hilfe von Disputtechniken und sokratischen Dialogen geprüft und verändert werden können und wie die neuen Erkenntnisse auf unterschiedlichen Übungsebenen zu bahnen sind, um ihren Transfer in der Alltag zu gewährleisten.


Kurzvita des Referenten
Harlich H. Stavemann, Dr. rer. soc., Dipl. Psych., Dipl. Kfm., Ausbildung in VT, GT, KVT, RET; Psy-chotherapeut seit 1979, Approbation für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Einzel- und Grup-penbehandlung. Kogniti¬ver Therapeut, Kog¬nitiver Ver¬haltens¬the¬rapeut, Associate Fellow of the In¬sti¬tute for Rational Therapy, seit 1984 Fortbildungsleiter, Lehr¬the¬rapeut und Supervi¬sor für KVT und für die Approbation in VT in diversen Instituten, diverse KVT Publikationen.

Ausgewählte Publikationen
Stavemann, H.H. (2011). …und ständig tickt die Selbstwertbombe. Selbstwertprobleme erkennen und lösen. Weinheim: Beltz
Stavemann, H.H. (2014). Integrative KVT. Die Therapie emotionaler Turbulenzen (5. Aufl.). Weinheim: Beltz.
Stavemann, H.H. (Hrsg.) (2014). KVT-Praxis. Strategien und Leitfäden für die Integrative KVT (3. Auf-lage). Weinheim: Beltz.
Stavemann, H.H. & Hülsner, Y. (2014): Der Blick hinter das Symptom: Problemorientierte Kognitive Psychodiagnostik und abgeleitete Behandlungspläne. Weinheim: Beltz.
Stavemann, H.H. (2015). Sokratische Gesprächsführung in Therapie und Beratung (3. Aufl.). Wein-heim etc.: Beltz.
Stavemann, H.H. (Hrsg.) (2016). Entwicklungen in der  Integrativen KVT. Weinheim: Beltz.

Eine vorherige Anmeldung für die Veranstaltungen ist unbedingt erforderlich!

Gebühr für den Vortrag: 10 Euro; PiA’s: 5 Euro; PiA’s der BAP und StudentInnen: kostenlos
Gebühr für den Workshop: 150 Euro, Frühbucherpreis: 130 Euro (Anmeldung bis zum 25.03.2018)

Weitere Informationen und Anmeldung:
Esther Fußbach, Tel. 030/209166-151, E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!